Liveticker Iran-Krieg – Teheran: Wiederaufflammen des Krieges "wahrscheinlich"

2.05.2026 19:37 Uhr
19:37 Uhr
Irans Vizeaußenminister: Iran bestens vorbereitet, jede Aggression abzuwehren
Kazem Gharibabadi, der stellvertretende Außenminister für Rechts- und internationale Angelegenheiten Irans, erklärte am Sonnabend, Iran habe stets an eine interessenorientierte Diplomatie zur Lösung bestehender Probleme geglaubt und seinen Teil dazu beigetragen.
"Iran hat Pakistan als Vermittler seinen Plan vorgelegt, mit dem Ziel, den aufgezwungenen Krieg dauerhaft zu beenden, und nun liegt es an den USA, sich für den Weg der Diplomatie zu entscheiden oder den konfrontativen Ansatz fortzusetzen", wird Gharibabadi von iranischen Medien zitiert.
Das Land sei auch auf ein Wiederaufflammen des Krieges vorbereitet, versicherte der Beamte:
"Iran ist auf beide Wege vorbereitet, um seine nationalen Interessen und seine Sicherheit zu gewährleisten, und wird in jedem Fall stets seinen Pessimismus und sein Misstrauen gegenüber den USA sowie seine Aufrichtigkeit auf dem Weg der Diplomatie beibehalten."
Der Krieg, der Ende Februar von den USA und Israel begonnen wurde, ruht seit dem 8. April, nachdem eine gescheiterte Runde von Friedensgesprächen in Pakistan stattgefunden hatte, das zwischen den Parteien vermittelt.
18:46 Uhr
Außenminister Irans telefoniert mit Premierminister Katars
Der katarische Premierminister und Außenminister Scheich Mohammed bin Abdulrahman Al Thani erhielt am Sonnabend einen Anruf vom iranischen Außenminister Abbas Araghtschi, der ihn über den aktuellen Stand der Verhandlungen mit den USA zur dauerhaften Beendigung des Krieges informierte.
Al Thani bekundete Katars uneingeschränkte Unterstützung für die Vermittlungsbemühungen zur Herbeiführung eines friedlichen Kriegsendes und betonte, dass die Freiheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus von entscheidender Bedeutung sei und so bald wie möglich wiederhergestellt werden müsse. Das meldet Al Jazeera unter Berufung auf offizielle Verlautbarungen der Behörden Katars.
18:04 Uhr
UN warnt: Lage im Libanon spitzt sich zu
Die Vereinte Nationen schlagen angesichts der rapide steigenden Opferzahlen im Libanon Alarm. Trotz der Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon bleibt die Lage instabil.
[Auszug aus den RT DE Nachrichten vom 01.05.26]
17:41 Uhr
Zahl der Todesopfer im Libanon nach zwei Monaten israelischer Angriffe steigt auf 2.659
Das libanesische Gesundheitsministerium hat am Sonnabend die neuesten Opferzahlen seit Beginn der israelischen Angriffe auf den Libanon vor genau zwei Monaten bekannt gegeben.
Zwischen dem 2. März und dem 2. Mai seien bei israelischen Angriffen im gesamten Libanon 2.659 Menschen getötet und 8.183 verletzt worden, teilte das Ministerium mit.
Es fügte hinzu, dass in den letzten 24 Stunden 41 Menschen getötet und elf weitere verletzt worden seien.
17:20 Uhr
Iran: Wiederaufflammen des Krieges "wahrscheinlich"
Mohammed Dschafar Assadi von Irans Militärkommando Chamat al-Anbija bezeichnete einen erneuten Konflikt mit den USA als "wahrscheinlich", wie die Nachrichtenagentur Fars am Sonnabend berichtet.
Am Vortag hatte US-Präsident Donald Trump den jüngsten Verhandlungsvorschlag Irans zurückgewiesen und die Wiederaufnahme des Krieges als "Option" bezeichnet. Am Donnerstag kündigte der israelische Verteidigungsminister Israel Katz an, dass Israel womöglich in Kürze wieder militärisch gegen Iran vorgehen wird.
17:00 Uhr
Jemenitische Küstenwache: Unidentifizierte "bewaffnete Männer" kapern Öltanker
Die jemenitische Küstenwache berichtet am Sonnabend, dass unbekannte bewaffnete Männer den Öltanker M/T Eureka vor der Küste der Provinz Schabwa gekapert haben.
Die Angreifer enterten das Schiff, übernahmen die Kontrolle darüber und steuerten es in Richtung des Golfs von Aden und weiter in Richtung somalischer Gewässer.
Zuvor hatte die britische Behörde Maritime Trade Operations mitgeteilt, dass ein "Massengutfrachter" 84 Seemeilen (155 Kilometer) südwestlich des Hafens von Mukalla die verdächtige Annäherung eines "grün lackierten Beibootes" in Begleitung eines Fischereifahrzeugs gemeldet habe.
16:30 Uhr
Flugverkehr in den Vereinigten Arabischen Emiraten normalisiert
Die Zivilluftfahrtbehörde der VAE teilt mit, dass sich der Flugverkehr wieder normalisiert hat, nachdem die vorübergehenden Vorsichtsmaßnahmen aufgehoben worden waren, die als Reaktion auf den Krieg der USA und Israels gegen Iran ergriffen worden waren.
"Die Entscheidung wurde nach einer umfassenden Bewertung der Betriebs- und Sicherheitsbedingungen und in Abstimmung mit den zuständigen Behörden getroffen", berichtet die Emirates News Agency am Sonnabend.
Eine kontinuierliche Echtzeitüberwachung bleibt weíterhin bestehen, um ein Höchstmaß an Flugsicherheit zu gewährleisten.
16:24 Uhr
Israel tötete in den letzten 24 Stunden sieben Menschen im Gazastreifen
Trotz des im Oktober vereinbarten Waffenstillstandes greift Israel Medienberichten zufolge weiterhin täglich den Gazastreifen an.
Allein in den letzten 24 Stunden wurden laut der palästinensischen Nachrichtenagentur Wafa, die sich auf Quellen im Gesundheitssystem beruft, sieben Menschen, die vom Militär getötet wurden, in Leichenschauhäuser im Gazastreifen eingeliefert.
Die Gesamtzahl der Todesopfer seit Ausbruch des Krieges am 7. Oktober 2023 ist offiziellen Angaben nach auf 72.608 gestiegen. Seit der Verkündung des Waffenstillstands im Oktober 2025 wurden 828 Menschen getötet, wie Gesundheitsbehörden mitteilten.
In diesen Zahlen sind Opfer nicht berücksichtigt, die noch immer unter den Trümmern begraben sind. Die Rettungskräfte haben aufgrund fehlender Ausrüstung Schwierigkeiten, deren sterbliche Überreste zu bergen.
14:21 Uhr
Iran: Internationale Journalisten können zerstörte B1-Brücke in Karaj besichtigen
Anfang April wurde die B1-Brücke in Karaj, rund 40 km westlich von Teheran entfernt und wichtiger Verbindungsteil der Shahid-Soleimani-Autobahn zur Hauptstadt, gezielt durch US-israelische Luftangriffe in Teilen zerstört.
🚨 WATCH: New footage shows the U.S. strike unleashing multiple bunker-buster bombs on the western section of the B1 Bridge in Karaj, Iran. pic.twitter.com/zPXWrftWwp
— Breaking911 (@Breaking911) April 6, 2026Die Brücke galt als die größte ihrer Art in Westasien, ist insgesamt 136 Meter hoch und überspannt den Fluss Bilaqan in Karaj auf einer Länge von 1.050 Metern.
Die iranische offizielle Nachrichtenagentur IRNA berichtet nun über das Eintreffen von Journalisten aus mehreren Ländern, die das zerstörte Gebiet an der Brücke aufsuchen konnten. So heißt es in der Meldung:
"Eine Gruppe ausländischer Journalisten und Social-Media-Aktivisten hat die beschädigte B1-Brücke in Karaj besucht und vor Ort eine Begutachtung des Bauwerks vorgenommen. Die Besucher, die Medien aus Russland, dem Libanon, Algerien und anderen Ländern vertraten, besichtigten Teile der Brücke."
Hier der Bericht der indischen Aktivistin Bushra Shaikh:
This is what Donald Trump celebrated: Nine U.S. bunker buster bombs, double tap strike, both within the space of two hours, heavily impacted B1 bridge in Karaj, Alborz. Beyond breaking international law by hitting civilian infrastructure, these strikes killed 13 Iranian… pic.twitter.com/MtspXHh9u5
— Bushra Shaikh (@Bushra1Shaikh) May 2, 202613:44 Uhr
Iran: 14 IRGC-Militärangehörige bei Minenräumung getötet
Die iranische Fars News Agency informiert am Samstagvormittag, dass bei einer Explosion während einer Räumungsaktion von Minen und Blindgängern in der Provinz Zanjan 14 Angehörige der Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) ums Leben gekommen seien.
Zwei weitere Beteiligte wurden verletzt. Der Vorfall fand demnach bereits am Freitag statt, als spezialisierte Sprengkommandos laut einer Erklärung des IRGC in Zanjan, einer Stadt im Nordwesten Irans, den riskanten Einsatz durchführten, "um nicht explodierte Kampfmittel zu identifizieren und zu entschärfen, die bei Luftangriffen der USA und Israels zurückgelassen worden waren", so die Meldung.
Teile der Region, darunter ein Gebiet von über 1.200 Hektar, das auch landwirtschaftliche Flächen beinhaltet, seien "durch Luftangriffe absichtlich gefährdet worden", heißt es in der Erklärung.
Als Reaktion auf diese Bedrohung hätten nun spezialisierte Sprengkommandos des IRGC in Zanjan zum Schutze der Bevölkerung mehrere Einsätze gestartet, "um die Gefahren mit hoher Präzision und Sensibilität zu identifizieren, zu beseitigen und unschädlich zu machen".
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